Weltweiter Klimaaktionstag – auch in Landshut!

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Landshut – Der siebte globale Klimaaktionstag von Fridays for Future stand unter dem Motto „#NoMoreEmptyPromises“ („keine leeren Versprechen mehr“) – rund um die Welt wurden mit kreativen Aktionen effektive und sozial verträgliche Maßnahmen zum Klimaschutz gefordert.
Dabei stand die Bewegung vor einer besonderen Herausforderung, wie Klimaaktivist Lorenz Herdeis gleich zu Beginn der Kundgebung in Landshut erklärte: „Unsere Aktionsform ist, bedingt durch die Corona-Pandemie, eher ungewöhnlich. Die letzten zwei Wochen waren wir in Landshut und Umgebung mit Fahrrädern unterwegs: Interessierte konnten Plakate für unsere Aktion gestalten, und wir haben sie dann bei ihnen abgeholt.“ Vor dem Rathaus war dann ab 14 Uhr eine wohl dreistellige Zahl an (oft aufwendig gestalteten) Plakaten zu sehen. Außerdem waren Vertreter*innen verschiedener Landshuter Organisationen
vor Ort und machten deutlich, wie breit das Bündnis für Klimagerechtigkeit in Landshut ist.
Darunter war auch Roswitha Keil vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub): „Wir alle wissen: Das Klima verschlechtert sich. Was können wir dagegen tun? Im Bereich Verkehr eine ganze Menge. Besonders wichtig ist der Umstieg aufs Fahrrad, denn auch EMobilität löst Probleme wie den Platzmangel in den Städten nicht und schafft, zum Beispiel bei der Akkuproduktion, sogar neue. Dort, wo Autoverkehr notwendig ist, können E-Autos zwar einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aber eine reine Antriebswende ist nun mal keine Verkehrswende.“
2020 sei zwar aufgrund der Pandemie eine Emissionsminderung im Vergleich zu den Vorjahren festzustellen vergessen, aber, so Sarah Schöps von Fridays for Future, das sei nur ein vorübergehender Effekt und leider kein Grund zur Beruhigung: „2020 war alles, aber sicher kein Jahr fürs Klima: In der Agrarbranche und im Energiesektor beispielsweise gab es massive Rückschritte. Deshalb müssen wir weiter Druck machen, ob mit Fridays for Future oder zum Beispiel mit dem Landshuter Klimaentscheid.“

Zu einem Blick über den Tellerrand rief Thomas Keil auf: „‚System Change, not Climate Change’ darf für uns nicht einfach nur eine von vielen Parolen sein, sondern das ist die Grundlage für Klimagerechtigkeit: dass sich das System, das momentan die Klimakrise weiter anheizt, ändern muss, hin zu einer solidarischen Welt.“
Für den Umweltausschuss der Stadtkirche sprach Oskar Hallensleben, der außerdem die bei globalen Klimastreiks mittlerweile zur Tradition gewordene Schöpfungsandacht in der Frauenkapelle von St. Martin ankündigte.

Fotos: Jürgen Liebenstein

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