Voller Erfolg für Landshut

Die wichtige Berufseinstiegsbegleitung läuft in Bayern weiter. Zuvor hatte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) drei Monate lang in München für eine Lösung geworben.
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Berufseinstiegsbegleitung gerettet

Region Landshut. In Bayern drohte der erfolgreichen Berufseinstiegsbegleitung das Aus, weil das zuständige Kultusministerium keine Mittel mehr zur Verfügung stellte. Das Katholische Jugendsozialwerk schaltete deshalb den Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) ein. Nachdem dieser bei der Staatsregierung und im Landtag für das Weiterbestehen warb, geht es mit dem Programm nun weiter.

Die Berufseinstiegsbegleitung erleichtert Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf. Die Begleiter helfen mit individuellen Unterstützungsangeboten Mittel- und Förderschulabsolventen schon im vorletzten Schuljahr dabei, den Weg in das Berufsleben zu finden. Auch nach dem Ausbildungsbeginn stehen die Begleiter den Jugendlichen zur Seite. Das Programm nimmt förderbedürftige junge Menschen an der Hand und begleitet sie in der Übergangsphase zwischen dem Schulalltag und dem Start in einen Beruf.

Umso größer war Anfang Februar der Schock, als den Trägern mitgeteilt wurde, dass das erfolgreiche wie beliebte Programm auslaufen wird. „Das war für uns ein ziemlicher Paukenschlag“, blickt Radlmeier zurück. „Bayernweit sind etwa 4.000 förderungsbedürftige Jugendliche in diesem Programm. Ein Ende dieser Unterstützung hätte die Berufschancen dieser Jugendlichen stark vermindert“. Das Katholische Jugendsozialwerk in Landshut, der Arbeitskreis SchuleWirtschaft sowie Vertreter der Kommunen baten deshalb den Landshuter Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier um Unterstützung.

„Alle Ampeln standen auf Rot“, erinnert sich Radlmeier. Unter den Parlamentariern war das Programm – und dessen Aus – bis zu seinem Eingreifen wenig bekannt, die Ministerien verwiesen wechselseitig auf sich, Gelder standen nicht in Aussicht. „Das Haushaltspaket war eigentlich schon geschnürt“, so der Abgeordnete. Dennoch warb Radlmeier für ein erneutes Aufschnüren, um die Berufseinstiegsbegleitung doch noch zu retten. Nach intensiven und zahlreichen Gesprächen mit den beteiligten Ministerien bis hinauf den Ministern sowie mit den Bildungspolitikern, den Sozialpolitikern und den Haushältern der CSU-Landtagsfraktion zeichnete sich dann eine Lösung ab.

Obwohl manche zwischenzeitlich die Berufseinstiegsbegleitung auch in den lokalen Medien bereits für tot erklärt hatten und das Programm aufgaben, wurde weiter an einer Fortführung gearbeitet. „Die Landshuter Akteure haben sich hier sehr gut eingebracht und den weiteren Bedarf eindrücklich dargelegt“, schildert Radlmeier.

Die Landshuter Initiative war schließlich erfolgreich: „Die Berufseinstiegsbegleitung in Bayern wird fortgeführt. Die Finanzierungslücke des nächsten Jahrgangs wird geschlossen. Jeweils die Hälfte wird durch das Bildungs- und das Sozialministerium übernommen. In einer der nächsten Sitzungen des Haushaltsausschusses im Landtag werden die Mittel final freigegeben. Das ist ein großartiger Erfolg“, erläutert Radlmeier.

Gerade in Pandemiezeiten sei der Übergang von der Schule in den neuen Beruf für manche noch schwieriger als ohnehin schon. Dank der persönlichen Begleitung der Jugendlichen in dieser Übergangsphase hätten hier die Programmteilnehmer weiterhin eine echte Unterstützung.

Bildunterschrift: Die wichtige Berufseinstiegsbegleitung läuft in Bayern weiter. Zuvor hatte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) drei Monate lang in München für eine Lösung geworben.

Foto: Janno Nivergall/Pixabay.

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