Steinberger: Schalterzeiten an den Bahnhöfen dürfen nicht eingeschränkt werden

Steinberger: Schalterzeiten an den Bahnhöfen dürfen nicht eingeschränkt werden
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Die Bahnreisenden in Niederbayern sind alarmiert. Nach den neuesten Planungen der DB sollen die Schalterzeiten an den Bahnhöfen in Landshut und Passau stark gekürzt und durch Videoschaltungen ergänzt werden.  An weiteren Bahnhöfen an der Strecke Landshut – Passau sollen die Schalter komplett geschlossen werden.

„Für die Bahnreisenden in Niederbayern sind diese Pläne ein Schlag ins Gesicht“, kommentiert die Grüne Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger das Vorgehen der Bahn. In einem Brief wendet sie sich daher an Verkehrsministerin Schreyer mit der Bitte, sich für die Beibehaltung der bisherigen Öffnungszeiten einzusetzen. 

„Gerade im Sinne einer klimafreundlichen Mobilität ist es wichtig, die Attraktivität der Bahnhöfe zu steigern“, so Steinberger. Der Bahnhof in Landshut hat das Potential, zu einer Mobilitätsdrehscheibe für den niederbayerischen Raum zu werden. Nicht nur der Zugverkehr, sondern auch die Busse für Stadt und Land, eine Fahrradstation und Läden gehören dazu. Zahlreiche Pendler*innen und Schüler*innen aus dem gesamten niederbayerischen Raum treffen hier ein und steigen auf die Stadtbusse um. Wieder andere starten täglich von Landshut in den Großraum München. Landshut bietet eine viel genutzte Zustiegsmöglichkeit für Bahnreisen durch ganz Deutschland. Eine ähnliche Bedeutung hat der Bahnhof in Passau. Er ist nicht nur Grenzbahnhof sondern auch ICE Haltepunkt.  

Zu einem attraktiven Bahnhof gehört neben der Grundversorgung der Reisenden mit Speisen und Getränken auch ein gutes, barrierefreies Beratungsangebot. Nicht jede und jeder besitzt ein Smartphone und die angedachten Videoschaltungen sind kein vollwertiger Ersatz für eine persönliche Beratung, gerade für längeren Bahnreisen. Technische Lösungen sind störungsanfällig und nicht für alle Reisenden problemlos zu bedienen. „Hier sehe ich das Verkehrsministerium in der Verantwortung auf die BEG (Bayerische Eisenbahngesellschaft) einzuwirken. Die Ausschreibungen müssen so gestaltet sein, dass das Beratungsangebot auf der Strecke Landshut – Passau im bisherigen Umfang erhalten bleibt“, fordert die Landtagsabgeordnete.   

Darüber hinaus gefährdet die Kürzung der Schalterstunden Arbeitsplätze. „Gerne unterstütze ich daher den Appell der Gewerkschaft, diese Arbeitsplätze zu erhalten und biete Gelegenheit zur Unterschrift in meinem Büro in der Regierungsstr. 545 in Landshut“, erklärt Steinberger.

Foto: Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger vor dem Reisezentrum im Bahnhof Landshut.

Bildrechte: Rosi Steinberger

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