SPD fordert faire Marktbedingungen für landwirtschaftliche Erzeuger und Kennzeichnung von Tierwohlstandards

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Abgeordnete Ruth Müller: Mehr Marktmacht für Landwirtinnen und Landwirte – mit staatlich organisiertem und verpflichtendem Tierwohllabel der Landwirtschaft auskömmliches Einkommen für Tierwohlprodukte ermöglichen

Zum Start der Grünen Woche in Berlin, die heuer digital und verkürzt stattfindet, fordert die agrarpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Müller, dass die Marktmacht der Landwirtinnen und Landwirte gestärkt wird. „Gerade die Coronapandemie hat gezeigt, wie wichtig eine nachhaltige Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel vor Ort ist“, betont Müller. „Unfaire Handelspraktiken, mit denen die Konzerne des Lebensmittelhandels und der Lebensmittelindustrie ihre Macht ausnutzen, um unseren Bäuerinnen und Bauern ihre Waren zu miserablen Preisen abzunehmen, müssen verboten werden! Durch diese Praxis wird unsere mittelständische Landwirtschaft auf Dauer in ihrer Existenz gefährdet, hier muss der Bund endlich neue gesetzliche Rahmendbedingungen schaffen.“

Wertschätzung für qualitativ hochwertige Lebensmittel und für die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte müsse sich auch im Preis widerspiegeln. Auch die notwendige Neuausrichtung der Tierhaltung müsse vorangetrieben werden. „Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit dafür, mehr Geld für Fleisch auszugeben, dass unter besseren Haltungsbedingungen produziert wurde. Ein einheitliches Label zum Tierwohl wird diesen Markt beleben und dafür Sorge tragen, dass gerade kleineren und mittleren Betriebe neue Einkommenschancen eröffnet werden“, so Müller. Die SPD fordert daher eine verpflichtende Kennzeichnung für Fleisch und Fleischprodukte, die klar macht, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden.

Foto: Bürgerbüro Ruth Müller, MdL

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