Neue Ideen für das Landshuter Koenigmuseum

Dr. Alexandra von Arnim, die neue Leiterin des Koenigmuseums, und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) sammelten Ideen, wie man das Koenigmuseum noch attraktiver für die Besucher machen könnte.
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Abgeordneter Helmut Radlmeier bei neuer Museumsleiterin

Seit Ende Mai ist das Koenigmuseum – nach langer Corona-Pause – wieder für Besucher geöffnet. Die Besucher erwartet aktuell im Eingangsbereich per Video-Animation eine künstlerische Intervention des amerikanischen Künstlers Andrew M. Mezvinsky über Fritz Koenigs Werk. Koenigs Werk und Wirken war auch der Dreh- und Angelpunkt des Austausches zwischen der neuen Museums-Leiterin von Arnim und dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier. „Das Koenigmuseum sowie die Person und das Wirken von Fritz Koenig müssen noch stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden“, wünschte sich Radlmeier, Vorstandsmitglied der Fritz- und Maria-Koenig-Stiftung. Von Arnim betonte dazu, sie wolle Fritz Koenig wieder klar in den Mittelpunkt stellen. Es gehe darum, einen der international bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts angemessen zu präsentieren.  

„Ich möchte Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene und Senioren anlocken. Die Menschen sollen schon vor dem Museum abgeholt und ins Museum eingeladen werden, gerade wenn Veranstaltungen davor stattfinden“, erklärte die Kunsthistorikerin. Das Museum soll mit Sonder- und Wechselausstellungen im Kontext zu Fritz Koenig bereichert werden.

neue Ausstellung

Um Besucher anzuziehen, braucht es interessante Ausstellungen. Eine davon wird im Herbst „Das Sammler-Auge – Das Subjektive zum Prinzip gemacht“ sein. „Hier sind Sammler eingeladen, Werke von Koenig aus ihrer Sammlung einem anderen Werk ihrer Sammlung gegenüberzustellen“, erläuterte Dr. von Arnim. Sie informierte, dass Koenig ein Wegbereiter vieler großer Sammlungen sei und wichtige Kunsthistoriker empfehlen würden, Koenig zu kaufen.

Vernetzung mit Skulpturenpark

Außerdem kündigte von Arnim an, das Areal vor dem Koenigmuseum künstlerisch beleben zu wollen. Diesen Schritt unterstützte Helmut Radlmeier ausdrücklich. Er regte zudem an, das Koenigmuseum mit dem Skulpturenpark am Hofgarten zu vernetzen: „Hier könnte eine gute Verbindung, vielleicht sogar ein Rundweg, geschaffen werden. Gleichzeitig sollte dafür der Skulpturenpark am Hofgarten aufgewertet werden“. Er ist sich sicher: „Hier gibt es Potenzial, das gehoben werden muss. Das Koenigmuseum liegt in einer historisch spannenden Umgebung unterhalb der Burg und des Hofgartens“.

Die Museumsleiterin und der Abgeordnete waren sich einig, dass Koenig im Speziellen, aber auch Kunst im Allgemeinen präsenter im Stadtbild werden sollte. Radlmeier, Mitglied des Kunstausschusses des Bayerischen Landtags, verwies darauf, dass Koenigs Skulpturen den öffentlichen Raum in manchen deutschen Städten und darüber hinaus prägen. Das sollte auch in Landshut möglich sein, war man einer Meinung. „Kunst sollte man nicht hinter Museummauern verstecken. Gerade die bildende Kunst bietet sich für Platzierungen im öffentlichen Raum an, auch um zur Diskussion anzuregen“, so Radlmeier.

Von Arnim und Radlmeier sprachen auch über den Beschluss des Landesdenkmalrates, den Ganslberg unter Denkmal- und Ensembleschutz zu stellen. Von Arnim dankte Radlmeier dafür, dass er für die Unterschutzstellung gestimmt hatte: „Das Anwesen des Bildhauers Fritz Koenig ist ein Gesamtkunstwerk und ein Erinnerungsort. Das ist die richtige Entscheidung“. Nun gilt es, den Ganslberg in die Kulturlandschaft um Fritz Koenig einzubeziehen. Nicht nur dazu vereinbarten von Arnim und Radlmeier, im engen Kontakt zu bleiben. Auch die besprochenen Ideen wolle man gemeinsam weiterverfolgen.

Bildunterschrift: Dr. Alexandra von Arnim, die neue Leiterin des Koenigmuseums, und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) sammelten Ideen, wie man das Koenigmuseum noch attraktiver für die Besucher machen könnte.

Foto: René Spanier (Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)

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