Mehr Mittel für die Pflege

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Landtag bringt Verbesserungen auf den Weg

Mehr Zeit für Pflegende, stärkere Anwerbung von Fachkräften und Arbeitserleichterungen durch Digitalisierung: Auf Initiative der CSU und der Freien Wähler hat der Bayerische Landtag eine ganze Reihe von Verbesserungen auf den Weg gebracht. Mit dabei auch ein Projekt des Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU).

Bei einem Gespräch mit den Landshuter Hospizverein wurde Helmut Radlmeier auf das Projekt „Zeitintensive Betreuung“ aufmerksam. Das Projekt begleitet einen Menschen in den letzten 20 Tagen seines Lebens. Es verschafft Pflegekräften Zeit, sich um die Pflegeperson an dessen Lebensende zu kümmern. Das Projekt soll Schritt für Schritt in ganz Bayern gestartet werden. 200.000 Euro stellt der Landtag nun auf Anregung Radlmeiers zur Verfügung. „Gerade in der letzten Lebensphase brauchen Menschen jemanden, der bei Ihnen ist. Diese Zeit verschafft das Projekt. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass meine Anregung eine Mehrheit im Haushaltsausschuss gefunden hat“, so Radlmeier, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege. 

Mehr Pflegeplätze

Der Haushaltsausschuss hat in seiner heutigen Sitzung weitere Gelder für den Gesundheits- und Pflegebereich beschlossen. „Sowohl für die neuen Pflege- als auch für die neuen Hebammenstudiengänge konnten wir 2,5 Millionen Euro bereit stellen. Diese Gelder können die Studiengänge für nötige Sachmittel verwenden, die mit der Einführung anfallen“, erläutert Radlmeier. Außerdem wird das beliebte Förderprogramm PflegeSoNah auf Antrag der Regierungsfraktionen mit 1,8 Millionen Euro zusätzlich ausgestattet. „Mit dem Programm fördern wir Pflegeplätze, aber auch ambulant betreute Wohngemeinschaften und Begegnungsstätten. Die Mittelerhöhung ist ein erstes Signal der Fraktionen, dass wir an diesem Programm festhalten wollen. Mit Blick auf den Bedarf sollten in diesen Bereich noch weitaus mehr Mittel fließen“, führt Radlmeier aus.

Ein Millionenbetrag geht auch in die Stärkung der Kurzzeitpflege. Ob Erkrankung oder kurze Auszeit: Wer einen Angehörigen pflegt, braucht selbst einmal Zeit für sich. In diesem Fall springt die Kurzzeitpflege ein. Solche Kurzzeitpflegeplätze in Pflegeeinrichtungen sind aber oft Mangelware. Deshalb wollen CSU und Freie Wähler die Anzahl der Plätze weiter erhöhen. 1 Million Euro haben die Fraktionen auf den Haushaltsposten draufgesattelt. Weitere 50.000 Euro gibt es für Projekte für pflegende Angehörige, um sie zu entlasten.

Mehr Pflegekräfte

Für mehr Pflegeplätze braucht man auch mehr Pflegekräfte. „Wir wollen daher eine umfassende Werbekampagne für diesen erfüllenden Beruf starten. 400.000 Euro geben wir dafür dem Gesundheitsministerium an die Hand. Die Zahl der Pflegekräfte steigt zwar stetig, aber es können in meinen Augen gar nicht zu viele sein“, hält Radlmeier fest.

Entlastung für Pflegekräfte in Reha-Einrichtungen kann die Digitalisierung bieten. Digitale gesammelte Daten müssen aber auch sicher sein. 500.000 Euro stellt der Landtag aus diesem Grund den Reha-Einrichtungen im Freistaat bereit. Eine weitere Maßnahme im Pflegebereich: Der Pflege-Pool aus ehemaligen Pflegekräften, die im Zuge der Corona-Pandemie aushalfen, soll dauerhaft betrieben werden. Damit soll zusätzliches Personal für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen gewonnen werden. Für die Organisation haben CSU und Freie Wähler im Landtag 200.000 Euro durchgesetzt.

Bildunterschrift: Auf Initiative der CSU und der Freien Wähler hat der Haushaltausschuss des Bayerischen Landtags eine Reihe von Verbesserungen im Bereich der Pflege auf den Weg gebracht.

Foto: martaposemuckel/Pixabay.

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