Mehr Bio ist möglich

Mehr Bio ist möglich
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Bio boomt, die Nachfrage wächst auch in Kitas und Schulen, davon konnten sich Rosi Steinberger, Landtagsabgeordnete der Grünen, und Maria Krieger, Direktkandidatin für den Stimmkreis Landshut-Kelheim, beim Besuch der Firma cook mal bio in Geisenhausen überzeugen. Das Unternehmen wurde 2016 gegründet und ist seither stetig gewachsen. Hier wird mit regionalen und saisonalen Zutaten täglich frisch für Schulen und Kitas gekocht. Abfall und Müll gibt es nicht. Alle Lebensmittel und das fertige gekochte Essen werden in Mehrwegbehältern geliefert, die immer wieder verwendet werden. Bei der Gründung des Unternehmens hatte sich die Inhaberin Lisa Schmidl ehrgeizige Ziele gesetzt. Sie wollte beweisen, dass ein Bio-Catering zu konkurrenzfähigen Preisen möglich ist. Gleichzeitig übernimmt sie auch soziale Verantwortung. Sie bildet aus und bietet eine Wiedereingliederungsmaßnahme an. Als Ökotrophologin ist ihr wichtig, dass die Zusammensetzung der Nährstoffe optimal auf die kindlichen Bedürfnisse ausgerichtet ist. Denn Kinder brauchen für das körperliche Wachstum und die Entwicklung des Gehirns eine andere Zusammensetzung der Nährstoffe als ältere Menschen. Und die Kinder sollen „Essen“ lernen. „Das passiert ja nicht automatisch, sondern nur, wenn man ihnen immer wieder möglichst vielfältige Angebote macht“, erklärt Schmidl.  

Der Erfolg gibt ihr Recht. Mittlerweile können keine weiteren Aufträge mehr angenommen werden. Dennoch ist die Situation dramatisch. „Seit Monaten sind Schulen und Kitas geschlossen oder nur für die Notbetreuung geöffnet. Wir haben keine Abnahmeverpflichtungen und werden nur für die gelieferten Essen bezahlt“, erklärt Schmidl. Damit ist der Umsatz drastisch eingebrochen. Die Firma hatte aufgrund neuer Aufträge im Herbst 2019 nochmals kräftig investiert. Das findet aber bei der Berechnung der Überbrückungsgelder keine Berücksichtigung. Sie hofft nun auf die Öffnung der Schulen und Betreuungseinrichtungen nach Pfingsten.

Gemeinsam mit Rosi Steinberger und Maria Krieger diskutierte Schmidl über mögliche alternative Vertragsformen. „Alle Caterer stehen ja mit dem Rücken zur Wand“, so die Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger. „Da wäre es schon eine große Hilfe, wenn in Pandemiezeiten zumindest ein Sockelbetrag gezahlt würde, der den Caterern das Überleben sichert.“ Maria Krieger regte Förderprogramme an. „Zunehmend nehmen Kinder ihre Mahlzeiten in Kitas und Schulen ein. Deshalb müssen Kinder gerade auch dort gutes Essen lernen, genauso wie Lesen und Schreiben.“   

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