Hochschule und Stadt wollen enger zusammenwachsen

Hochschule und Stadt wollen enger zusammenwachsen Runde entwickelte Ideen
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Runde entwickelte Ideen

Der Zusatz „Hochschulstadt“ ziert die Ortschilder Landshuts. Wie dieses Prädikat noch mehr mit Leben gefüllt werden kann, diskutierte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) nun mit Vertretern der Hochschule und der Stadtverwaltung. Gemeinsam besprach man, wie man die Hochschule und ihre Studierenden mehr in die Innenstadt und zugleich die Stadtbevölkerung mehr auf den Hochschul-Campus bringen kann.

An der Gesprächsrunde nahmen aufseiten der Stadtverwaltung Michael Luger als Leiter des Amtes für Wirtschaft, Marketing & Tourismus und Michael Bragulla, Leiter des Sachgebietes Marketing & Tourismus, und aufseiten der Hochschule Kanzler Dr. Johann Rist und die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Silvia Dollinger, teil.

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„Eine engere Vernetzung von Hochschule und Stadt steht seit vielen Jahren im Raum. Jetzt ist es an der Zeit, anzupacken“, eröffnete Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier die Gesprächsrunde. Als Stadtrat auf der einen und als Mitglied des Wissenschaftsausschusses des Bayerischen Landtags und Mitglied des Hochschul-Kuratoriums auf der anderen Seite, kennt Radlmeier beide Seiten. Er ist überzeugt: „Eine engere Zusammenarbeit wird sich sowohl für die Stadt als auch für die Hochschule auszahlen“.

Zumal es bereits einige gemeinsame Projekte gebe, die sehr erfolgreich seien: So sind Stadt und Hochschule etwa durch das Gründerzentrum LINK sehr eng verbunden. Auch bei ‚5-Safe‘, einem Projekt zur Verbesserung der Schulwegsicherheit unter Einsatz von moderner Technologie, arbeiten beide eng zusammen. Eine darüberhinausgehende und Intensivierung der Vernetzung sei „im beiderseitigen Interesse“, bekräftigte Prof. Dr. Silvia Dollinger.

Innenstadt stärken

Und so beschäftigte sich die Runde mit der Frage, wie die Hochschule als Institution selbst in der Landshuter Innenstadt präsenter werden könnte. Erste Schritte wie die Aktion ‚Science Bench‘, bei der Wissenschaftler vor dem Rathaus ihre Arbeit präsentieren und mit Passanten diskutieren, sind schon gemacht. Die Vertreter der Hochschule wünschten sich aber eine feste Anlaufstelle in der Alt- oder Neustadt, um dauerhaft präsent sein zu können.

Außerdem überlegte man, wie man die Studierenden in die Innenstadt lotsen könnte, um diese zu beleben. Gastronomie und Einzelhandel würden davon profitieren. „Hier wäre ein fester Studierendentag hilfreich, an dem die Studierenden vergünstigt einkaufen könnten“, schlug Kanzler Rist vor. Michael Luger stand dem sofort offen gegenüber: „Ein solcher Tag war schon vor der Pandemie im Gespräch. Das greifen wir gerne wieder auf“.

Campus beleben

Nicht nur die Stadt, sondern auch die Hochschule wurde in den Blick genommen. Die Frage dabei: Wie bringt man die Hochschule den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt näher – und belebt dadurch am besten gleich den Hochschul-Campus? Der Campus biete sich für vielerlei Veranstaltungen an, wurde bald deutlich. Die neue Mensa könne man beispielsweise für Konzerte nutzen. Auch Open-Airs seien auf dem Hochschul-Gelände denkbar, so die Vertreter der Hochschule.

Die gemeinsam entwickelten Ideen werde man nun genauer ausarbeiten, vereinbarten die Gesprächspartner. Vieles davon kann ein „Gewinn für Stadt und Hochschule“ sein, ist Kanzler Rist überzeugt. „Viele gute Ideen liegen nun auf dem Tisch. Natürlich wird die Umsetzung nicht von heute auf morgen möglich sein. Entscheidend aber ist, dass jetzt damit begonnen wurde“, fasste Radlmeier zusammen.

Bildunterschrift (v.l.): Michael Luger, Leiter des Amtes für Wirtschaft, Marketing & Tourismus der Stadt Landshut, Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Prof. Dr. Silvia Dollinger, Vizepräsidentin Studium und Lehre der Hochschule, Dr. Johann Rist, Kanzler der Hochschule, und Michael Bragulla, Leiter des Sachgebietes Marketing & Tourismus der Stadt Landshut, besprachen, wie man Stadt und Hochschule enger vernetzen kann.

Foto: Josef Amann (frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle).

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