Extremes Unwetter sorgt für flächendeckende massive Schäden in Landshut – Details folgen am Mittwoch

Extremes Unwetter sorgt für flächendeckende massive Schäden in Landshut
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Ein erneutes massives Unwetter hat am Dienstagabend – quasi pünktlich zum Anpfiff des EM Spiels zwischen Deutschland und England – in Landshut für verletzte Personen, massive Schäden und eine immense – zur Stunde (0:00) noch nicht absehbare Zahl an Einsätzen für Feuerwehr und THW gesorgt. Dabei machte den Einsatzkräften erneut der extreme Starkregen zu schaffen. Straßen, die sich in Sturzbäche verwandelten, Schlammmassen, die sich Hänge hinunter stürzten, ganze abrutschende Hänge, vollgelaufene Keller und auch noch mehrere umgestürzte Bäume sorgen für ein nicht mehr enden wollendes Einsatzaufkommen in Stadt und Landkreis Landshut. Hauptschwerpunkte waren dieses Mal der Innenstadtbereich sowie der Landshuter Süden – beginnend in Achdorf, über Hofberg, Moniberg, Haggrainertal, den Bereich Schönbrunn/Wildbachstraße bis hinüber nach Frauenberg. 

Besonders dramatisch war die Lage im Bereich der Wildbachstraße, wo Personen aus von den Wassermassen eingeschlossenen PKWs befreit werden mussten. Dabei wurde mindestens eine Person verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert, mehrere Personen erlitten einen Schock. Auch im Rosental stürzte sich wieder eine massive Flutwelle mit Baumstämmen und mitgerissenen Straßenschildern bis zum Rossbach, der dieses Mal die Wassermassen nicht mehr fassen konnte und an mehreren Stellen über die Ufer trat und benachbarte Anwesen überflutete. Mehrere Straßen im Bereich Achdorf, Schönbrunn und Frauenberg sind aktuell und sicherlich auch noch morgen nicht passierbar. 

Die Einsatzzahl liegt derzeit in der Stadt Landshut sowie auch in Teilen des Landkreises derart hoch, dass zwischenzeitlich Feuerwehr- und THW Kräfte aus benachbarten Landkreisen in der Region Landshut angefordert wurden. Aktuell liegt die Gesamteinsatzzahl, die über die ehrenamtlichen Kräfte der Kreiseinsatzzentrale Landshut koordiniert wurden, bei über 500. Davon entfallen nach aktuellem Stand rund 230 auf die Stadt und 270 auf den Landkreis Landshut, wo besonders der Gemeindebereich Tiefenbach enorm betroffen war. Die Zahl an Einsatzkräften von Feuerwehr und THW in der Stadt Landshut dürfte in der Spitze im Bereich von etwa 350 gelegen haben. Alle Landshuter Löschzüge sind seit 18:00 gemeinsam mit Kräften des THW aus Landshut, Ergolding und Freising sowie von Feuerwehren aus dem Landkreis Landshut sowie dem Landkreis Freising im Dauereinsatz. 

Feuerwehr, THW und Mitarbeiter der bauamtlichen Betriebe sowie der Stadtwerke Landshut haben bereits am späten Dienstagabend mit der Beseitigung der Schäden sowie auch dem Reinigen der Fahrbahnen und Gehwege begonnen, auf Grund der Vielzahl an Einsatzstellen kann sich dies sicherlich noch mehrere Tage hinziehen. 

Wichtige Hinweise der Feuerwehr für den Mittwochmorgen:

  • Bitte halten sie sich unbedingt an die aufgestellten Absperrungen
  • Viele Straßen sind massiv beschädigt und unpassierbar
  • Riskieren Sie keine Fahrten in verschlammte Bereiche bzw. in ausgespülten bzw. unterspülten Straßen.
  • Vermeiden Sie grundsätzlich nicht notwendige Fahrten im Stadtgebiet
  • Wägen Sie beim Notruf ab, ob es sich wirklich um einen Einsatz für die Feuerwehren handelt. 

Auch OB Alexander Putz und der zweite Bürgermeister Thomas Haslinger machten sich am späten Abend noch ein Bild der Lage und besichtigen einige Einsatzstellen. Eine abschließende Bilanz dürfte frühestens im Laufe des Mittwochvormittags möglich sein. Die Landshuter Feuerwehr dankt an dieser Stelle schon einmal allen Feuerwehren aus dem Landkreis Landshut und dem Landkreis Freising, sowie den THW Kräften aus Landshut, Ergolding und Freising für die gute und schnelle Zusammenarbeit sowie die Unterstützung in Landshut.  

Fotos: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut

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