Erfahrungen aus erster Hand

Portraitbilder: Johannes Werkmann/Jessica Kutscher (frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)
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Das müssen potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für die Bewerbung um ein Stipendium wissen

Jessica Kutscher und Johannes Werkmann geben Auskunft darüber, worauf es bei der Stipendienbewerbung ankommt und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Johannes Werkmann (Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung)

„Ich wurde dank einer Freundin, die selbst schon einige Semester gefördert wurde, auf das Stipendienprogramm der Hanns-Seidel-Stiftung aufmerksam. Sie konnte mich über gemeinsame Besuche von Veranstaltungen und Seminaren davon überzeugen, mich zu bewerben. An der Hochschule stehen uns mit Prof. Dr. Markus Schmitt und Prof. Dr. Wilhelm Schönberger glücklicherweise zwei Vertrauensdozenten zur Seite, die wir jederzeit bei Fragen zu Hochschul- und Stiftungsangelegenheit kontaktieren können. Die Betreuung ist hervorragend.

Beide Professoren sind bei einigen Treffen bzw. Online-Meetings unserer Hochschulgruppe vertreten, so werden wir immer umfassend über alle Neuigkeiten rund um die Stiftungsprogramme informiert. Die Vertrauensdozenten stehen uns aber auch unterstützend zur Seite. Bei der Planung von Veranstaltungen können sie uns Kontakte vermitteln, wie beispielsweise Dozierende für unsere Hochschulgruppenmeetings.

Um mich für das Stipendium zu bewerben, musste ich unter anderem einen tabellarischen Lebenslauf sowie eine Notenübersicht einreichen. Zudem waren ein ausführlicher Lebenslauf, ein Exposé über Studien- und Berufsziele und zwei Empfehlungsschreiben notwendig. Nach einer ersten Zusage, wird man zu einer Auswahltagung in das Kloster Banz eingeladen. Hier absolvieren die Bewerberinnen und Bewerber noch einige Tests wie beispielsweise eine Diskussion über aktuelle politische Themen. Zusätzlich durften alle im Voraus eine Präsentation über ein Thema ihres Studiengangs vorbereiten und in einem Gespräch mit verschiedenen Vertrauensdozierenden der Hanns-Seidel-Stiftung am Ende der dreitägigen Auswahltagung präsentieren. Ein sehr spannendes Bewerbungsverfahren, von dem ich viel mitnehmen konnte.

Eines möchte ich in diesem Zusammenhang unbedingt noch ansprechen: Viele Studierende denken, dass sie nur mit 1er-Noten Chancen auf ein Stipendium haben. Das war auch bei mir immer so, weswegen ich Stipendien gegenüber sehr skeptisch war. Viel wichtiger sind den Stiftungen in den meisten Fällen aber gesellschaftliches Engagement oder Vereinsaktivitäten. Ich habe keinen Notendurchschnitt von 1,0, bin aber sehr aktiv in einer Theatergruppe und in der Katholischen Landjugend. Das möchte ich auch meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen mit auf den Weg geben. Traut euch eine Bewerbung zu und nutzt diese Chance.“

Jessica Kutscher (Stipendiatin Hanns-Seidel-Stiftung)

„Ich kann mich Johannes nur anschließen. Man sollte sich von den Zulassungsvoraussetzungen für ein Bewerbungsverfahren nicht abschrecken lassen, weil gute Noten eben nicht alles sind. Wer für sein Ehrenamt und sein Studium brennt, sollte sich unbedingt für ein Stipendium bewerben.

Nach den Gesprächen mit einer Stipendiatin habe ich mich selbst über das Thema im Internet und auf der Hochschulwebsite informiert. Da ich ehrenamtlich sehr aktiv bin, beschloss ich letztendlich mein Glück zu versuchen, was auch geklappt hat. Eine große Hilfe sind die jeweiligen Hochschulgruppen, die jedes Semester von zwei Studierenden als neugewählte Sprecher und Sprecherin repräsentiert werden. Aktuell sind das für die Hanns-Seidel-Stiftung Johannes und ich.

Wir beraten Interessentinnen und Interessenten bei allen Fragen rund ums Stipendium und helfen ihnen beim Bewerbungsprozess. Dieser Service war auch für mich selbst bei meiner Bewerbung sehr wichtig. Ich konnte mich so über Auswahlbedingungen austauschen und mich über die Gespräche perfekt auf die Auswahltagung vorbereiten.

Ein paar Kriterien sind für ein Stipendium bei der Hanns-Seidel-Stiftung sehr wichtig: Bewerberinnen und Bewerber müssen einen EU-Pass haben und entweder im kommenden Semester ihr Studium starten oder noch mindestens drei Hochschulsemester eingeschrieben sein. Ausgeschlossen sind außerdem alle, die für ein Zweitstudium immatrikuliert und schon älter als 32 Jahre sind. Empfehlenswert ist es natürlich auch, wenn man sich mit den Zielen und Werten der Hanns-Seidel-Stiftung identifizieren kann. Einer erfolgreichen Bewerbung steht dann nichts mehr im Weg.“

Portraitbilder: Johannes Werkmann / Jessica Kutscher (frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)

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