Corona wird uns finanziell und gesellschaftlich noch lange belasten

Corona wird uns finanziell und gesellschaftlich noch lange belasten Ruth Müller, MdL besucht Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer in Rohr
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Ruth Müller, MdL besucht Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer in Rohr

Fast genau ein Jahr ist die Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer in Rohr nun im Amt – und coronabedingt konnte die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller zwar schriftlich gratulieren, aber noch kein persönliches Gespräch vor Ort mit ihr führen. Das wurde nun nachgeholt und bot die Gelegenheit, eine erste Bilanz der Amtszeit und der Corona-Auswirkungen zu ziehen. „Viele Veranstaltungen sind ausgefallen, die Abendtermine der Vereine gibt es kaum noch, insofern war viel Zeit, sich in die Verwaltungsaufgaben der Gemeinde einzuarbeiten“, so Birgit Steinsdorfer. Andererseits fehle ihr das persönliche Gespräch und der Meinungsaustausch schon sehr, dies stellte auch Ruth Müller fest. Denn wer in der Politik tätig sei, sei auch gerne bei den Menschen und höre so eben auch, was diese bewegt.

Was die Marktgemeinde Rohr mit ihren rund 3.500 Einwohnern bewegt, machte Birgit Steinsdorfer an einigen Beispielen deutlich: Derzeit werde die ehemalige Pächterwohnung im Sportheim umgebaut, um für weitere 20 Kinder ab Herbst einen Kindergartenplatz anbieten zu können. Denn durch die Ausweisung neuer Baugebiete sei auch Rohr eine Zuzugsregion, die durch die Nähe zu Regensburg und Landshut für viele Pendler auch interessant sei. Dass das künftige „Storchennest“ auch von einem echten Storch begleitet werden soll, sei eine großartige Idee, die im Gemeinderat entstanden sei: Denn gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz soll auch der Storch wieder eine sichtbare Heimat in der Gemeinde bekommen, die zudem entlang der „Storchenroute“ liegt. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit werde auch die Sanierung des Rathauses gesehen, teilte die Bürgermeisterin mit. Rund 300.000 Euro werden für eine energetische Verbesserung durch die Sanierung der Fassade und der Fenster eingeplant.

Den aktuellen Haushalt habe man sehr vorsichtig geplant, so Steinsdorfer. Für 2020 habe man zwar einen Ausgleich der Gewerbesteuerausfälle vom Bund erhalten, aber 2022 rechne man mit einem Einbruch der Zahlen. „Zum Glück haben wir viele mittelständische Handwerksbetriebe und Unternehmen, die durch Corona nicht so stark betroffen waren, wie beispielsweise die Gemeinden mit Kureinrichtungen“. Unklar ist derzeit noch, wie die Finanzierung des geplanten Kernwegenetzes aussieht. Hier habe man im Rahmen der ILE Donau-Laaber, der neun Gemeinden angehören, gemeinsame Wege definiert, die ausgebaut werden sollen. Durch die Mittelkürzung beim Amt für ländliche Entwicklung sei dieses Projekt gefährdet. Hier versprach die Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die auch im Agrarausschuss tätig ist, noch einmal nachzuhaken. „Wenn die Mittel nicht reichen, liegt das nicht nur an einer Überzeichnung der Förderprogramme, sondern zeigt deutlich den immensen Nachholbedarf im ländlichen Raum auf“, so Müller.

Foto: Bürgerbüro Ruth Müller, MdL

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