Bürgerbefragung zur Pflegebedarfsplanung gestartet

Auf Initiative der CSU und der Freien Wähler fordert der Bayerische Landtag eine Reihe von Verbesserungen im Bereich der Pflege, wie Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) mitteilt.
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Die Stadt und der Landkreis Landshut erstellen derzeit eine Pflegebedarfsplanung. Bei der Durchführung und Auswertung werden sie dabei vom Institut für Sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik (SAGS) aus Augsburg unterstützt. In diesem Rahmen findet auch eine Bürgerbefragung statt. Hierzu wird aktuell jeder zehnten Person ab einem Alter von 60 Jahren ein Fragebogen zugeschickt. Gemeinsam bitten die Stadt und der Landkreis um rege Beteiligung.

Die Pflegebedarfsplanung erfasst den aktuellen Bedarf sowie eine Bedarfsprognose bis ins Jahr 2040. Um den aktuellen Bestand an Pflegeeinrichtungen zu ermitteln, läuft derzeit eine Befragung der ambulanten Dienste, der stationären Einrichtungen und der eigenständigen Tagespflegeeinrichtungen in der Stadt und im Landkreis Landshut sowie in den Nachbargemeinden des Landkreises.

Bürger ab 60 Jahren erhalten Fragebogen
Nun werden in der Folge die Bürgerinnen und Bürger ab einem Alter von 60 Jahren und älter befragt. Hierzu wird aktuell jeder zehnten Person dieser Altersgruppe mit Erstwohnsitz in der Stadt oder im Landkreis Landshut ein Fragebogen zugeschickt.
Alle angeschriebenen Personen werden gebeten, den Fragebogen auszufüllen und ihn im beiliegenden Freikuvert an die aufgedruckte Adresse zurück zu senden. Selbstverständlich ist diese Befragung anonym und unterliegt den Bestimmungen des Datenschutzes.

Um was geht es – Fokus auf „Pflege“ und „Unterstützung im Alltag“
Bei dieser Befragung geht es darum, von den älteren Bürgern zu erfahren, wo aktuelle Probleme beziehungsweise Defizite vorhanden sind, in welchen Bereichen noch Bedarf und Wünsche bei den verschiedenen Altersgruppen und Gemeinden vorliegen, aber auch, welche konkreten Lösungsvorschläge gemacht und Maßnahmen ergriffen werden sollen. Der Fokus der Befragung liegt dabei auf den Themen Pflege und Unterstützung im Alltag.
Dabei geht es letztlich darum, die Lebensbereiche von Seniorinnen und Senioren so zu gestalten, dass ein möglichst langes selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben in der gewohnten Umgebung möglich ist. Dies bedeutet auch, zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit beizutragen und alle Rahmenbedingungen auf dieses Ziel hin zu gestalten, gerade auch auf örtlicher Ebene.

Alle Befragten werden um Teilnahme gebeten
Sollten befragte Bürger aktuell keine Unterstützung/Hilfe im Alltag benötigen, so wird trotzdem gebeten, an der Befragung teilzunehmen. Besonders wichtig ist bei der Pflegebedarfsplanung die Berücksichtigung regionaler und örtlicher Besonderheiten – und hierfür sind die Bürger sozusagen Experten in eigener Sache für den Bereich ihrer Gemeinde. Ihre Meinung ist bedeutsamer Bestandteil der weiteren Planungen der Stadt und des Landkreises für die Sicherstellung einer adäquaten Versorgung der älteren Mitbürger. Es wird deshalb um rege Beteiligung an dieser Befragung gebeten. Die Beantwortung des Fragebogens ist für die Ausgestaltung der Pflegebedarfsplanung und damit letztlich für diesen Personenkreis und deren Angehörige selbst ein Gewinn. Die Stadt und der Landkreis Landshut bedanken sich für die wertvolle Mitarbeit.

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