Bilanz der Landshuter Feuerwehr zum extremen Unwetter am Abend des 29. Juni

Bilanz der Landshuter Feuerwehr zum extremen Unwetter am Abend des 29. Juni
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Einen Tag nach dem extremen Unwetter kann die Landshuter Feuerwehr eine erste Bilanz ziehen. Alleine im Stadtgebiet von Landshut mussten an die 350 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Da die Landshuter Feuerwehr bei dieser Vielzahl an Einsatzstellen mit zum Teil erheblichen Schäden und dementsprechend langen Einsatzdauern personell und auch von den zur Verfügung stehenden Gerätschaften – in erster Linie Pumpen und Wassersauger – an die Kapazitätsgrenzen stieß, wurden zusätzliche Einsatzkräfte der THW Ortsverbände Landshut, Ergolding, Eggenfelden und Freising sowie zahlreicher Freiwilliger Feuerwehren aus dem Landkreis Landshut und dem benachbarten Landkreis Freising angefordert. Einsatzkräfte des BRK bauten noch am späten Abend in der Landshuter Hauptfeuerwache eine Versorgungs- und Verpflegungsstation für alle eingesetzten Kräfte auf. Als Glück im Unglück kann festgehalten werden, dass es nach aktuellem Stand nur zu wenigen leichtverletzten Personen unter der Zivilbevölkerung und zu keinen verletzten Einsatzkräften kam. 

In der Nacht konnten schließlich auch die externen Kräfte wieder in ihre Heimat entlassen werden. Die Landshuter Feuerwehr dankt allen Einsatzkräften recht herzlich für die tatkräftige Unterstützung hier in Landshut! Ebenso geht ein großer Dank an das BRK für die Verpflegung sowie generell an THW, Rettungsdienste, Polizei, Bauamtliche Betriebe und Stadtwerke Landshut für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. 

Einsatzschwerpunkte waren die gesamten Hanglagen von Achdorf über den Hofberg bis hinüber nach Frauenberg, sowie die Innenstadt, Schönbrunn und das Niedermayerviertel wo sich überall richtige Sturzfluten in die Täler ergossen haben. Die Fluten haben dabei auf ihrem Weg von Autos über Papiercontainer, Biotonnen, Baumstämme, Straßenschilder usw. alles mitgerissen, was nicht niet- und nagelfest war und sich dabei auch ihren Weg in diverse Keller, Garagen und Erdgeschosse gebahnt. Weiter wurden diverse Gullydeckel ausgehoben und weggeschwemmt. Dazu wurden gerade in den Hanglagen Kieswege zum Teil vollständig zerstört bzw. weggerissen. Durch Muren und Schlammlawinen wurden dazu diverse Straßenzüge wie zum Beispiel die Frauenberger Straße und die Wildbachstraße komplett verlegt. 

Das vorläufige Einsatzende für die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut ist jetzt aktuell am Mittwoch gegen 20:00 Uhr. Damit endet für die acht Landshuter Löschzüge sowie für den Katastrophenschutzzug und die Kreiseinsatzzentrale, die alle rund 800 Einsätze in Stadt und Landkreis Landshut zusammen mit Stützpunkten in den Feuerwachen koordiniert und begleitet hat, ein fast 24-stündiger Einsatztag, der den allermeisten der gut 350 Einsatzkräfte in Landshut nur sehr wenige Stunden Schlaf vergönnte und alle an die Belastungsgrenzen brachte. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass vereinzelt noch weitere Einsatzstellen auftauchen werden. Die Reinigung und Wartung aller eingesetzten Gerätschaften wird nun sicherlich einige Tage in Anspruch nehmen. 

Zur Situation auf den Straßen in Landshut bitten wir, sich an die Stadt Landshut zu wenden bzw. die BIWAPP Meldungen zu verfolgen. 

Bildrechte: Feuerwehr Landshut

Die Videos zeigen den Bereich in Achdorf, wo das Rosental auf die Bachstraße trifft
Die Videos zeigen den Bereich in Achdorf, wo das Rosental auf die Bachstraße trifft

Videos: Privat (Die Videos sind von angehörigen der Feuerwehr Landshut)

Die Videos zeigen den Bereich in Achdorf, wo das Rosental auf die Bachstraße trifft

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