Bauindustrie geht robust ins neue Jahr

Leipfinger-Bader
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Nachdem die Bauindustrie aufgrund der hohen Auftragslage in den ersten Monaten 2020 noch gut ausgelastet war, musste sie im Laufe des Jahres zunehmend Rückschläge hinnehmen. Doch im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen ist die Baubranche insgesamt gut durch die Krise gekommen. Zu diesem Schluss kamen der HDB und ZDB auf ihrer Jahrespressekonferenz. Demnach erwarten beide Spitzenverbände für das vergangene Jahr ein leichtes Umsatzplus von 0,5 Prozent. Derweil fallen die Prognosen für die Entwicklung in 2021 verhaltener aus. Hier rechnen HDB und ZDB mit einer Stagnation der baugewerblichen Umsätze auf ähnlichem Niveau von 2020.

Trotz Pandemie-Einschränkungen beobachteten die Verbände einen erfreulichen Trend: Denn während gesamtwirtschaftlich die Anzahl der Erwerbstätigen zwischen Januar und September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent sank, ist sie in der Baubranche im gleichen Zeitraum 2020 um etwa ein Prozent gestiegen. Auch in diesem Jahr sei laut ZDB ein Personalzuwachs zu erwarten. Wichtigste Industriesparte bleibt dabei der Wohnungsbau: Hier konnte im abgelaufenen Jahr ein Umsatzwachstum von vier Prozent und damit ein Gesamtumsatz von etwa 52,6 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Auch in 2021 soll dieser Trend anhalten, da die Nachfrage nach Wohneinheiten in Ballungsgebieten nach wie vor hoch ist. Dafür gibt es verschiedene Gründe: So wünschen sich viele Bürger vor dem Hintergrund veränderter Arbeitsstrukturen wie dem Home Office vermehrt eine eigene Immobilie. Zudem bleibt der Wohnungs- und Hausbau durch die anhaltende Niedrigzinsphase weiterhin attraktiv.

Weitere Informationen zu den Prognosen des HDB und ZDB erhalten Sie hier.

Foto: Leipfinger-Bader

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