7-Tage-Inzidenz liegt voraussichtlich auch am Samstag über 100: Stadt Landshut vor der Corona-„Notbremsung“

Rathaus Landshut
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Mit Wirkung zum Montag muss die Stadt wohl in den Lockdown zurückkehren: Einzelhandel schließt, nächtliche Ausgangssperre kommt, Kontaktbeschränkung werden verschärft

Die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Landshut wird nach Prognosen des Staatlichen Gesundheitsamts Landshut auch am Samstag weiter ansteigen und damit den dritten Tag in Folge deutlich jenseits des „Hotspot“-Grenzwerts von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegen. Zu rechnen ist demnach mit einem Inzidenzwert von etwa 113; für den heutigen Tag weist das Robert-Koch-Institut noch einen Wert von 106,3 aus. In der vergangenen Woche hat sich die 7-Tage-Inzidenz damit mehr als verdreifacht. Die Stadt Landshut muss damit voraussichtlich gemäß der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mit Wirkung zum Montag zu jenen Corona-Regeln zurückkehren, die bis zum 7. März gegolten haben.

Das heißt:
Die seither unternommenen Öffnungsschritte würden wieder rückgängig gemacht.
Weite Teile des Einzelhandels dürften damit ab Montag nur noch für die Abholung zuvor bestellter Ware öffnen; am Samstag ist letztmals „Terminshopping“ möglich. Ausgenommen von der Maßnahmenverschärfung sind alle Geschäfte des täglichen Bedarfs. Dazu zählen inzwischen nicht mehr nur der Lebensmittelhandel, Drogerien, Apotheken und ähnliche Einrichtungen, sondern neben den Bau- und Gartenmärkten unter anderem auch Buchhandlungen und Blumengeschäfte. Diese dürfen unter den bekannten Hygieneregeln auch nächste Woche regulär öffnen.

Deutlich strenger werden dagegen ab Montag wieder die Kontaktbeschränkungen – sofern die „Notbremse“ tatsächlich zum Einsatz kommt. Private Treffen sind dann im Stadtgebiet nur noch zwischen den Angehörigen eines Hausstands und einer einzigen weiteren Person gestattet wären. Kultureinrichtungen wie Museen müssen schließen; auch Außensport in Gruppen ist nicht mehr gestattet, sondern nur noch unter Beachtung der strengen Kontaktbeschränkungen. Ergänzt werden müssen die Maßnahmen schließlich noch um die Wiedereinführung einer nächtlichen Ausgangssperre: Diese gilt ab der Nacht von Montag auf Dienstag jeweils zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Eine „Corona-Leine“, also die im Winter vorübergehend verhängte Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer rund um das Stadtgebiet, bleibt den Landshuterinnen und Landshutern dagegen erspart: Diese Regelung war bereits weit vor dem 7. März landesweit aufgehoben worden und greift folglich auch jetzt nicht mehr.

Die Landesverordnung sieht vor, dass die Corona-„Notbremse“ dann gezogen werden muss, wenn die 7-Tage-Inzidenz „stabil“ – das heißt, drei Tage in Folge – den Wert von 100,0 überschreitet. Maßgeblich dafür ist indes nicht die bereits vorliegende Berechnung des Staatlichen Gesundheitsamts, sondern jene des Robert-Koch-Instituts, das seine für morgen gültigen Zahlen am frühen Samstagmorgen veröffentlichen wird. Größere Abweichungen von den Daten des Gesundheitsamts sind aber, sofern es zu keiner Meldepanne kommt, nicht möglich. Die Stadt Landshut wird die wahrscheinliche Überschreitung des Grenzwerts dann unverzüglich amtlich bekanntmachen und darüber auch per Pressemitteilung, auf ihrer Homepage und über die Sozialen Medien informieren. Die Rechtsfolgen der „Corona-Notbremse“ treten dann über die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ein, und zwar „ab dem zweiten Tag nach Eintritt der Voraussetzungen“ – das ist in diesem Fall eben der Montag.

Pressemitteilung: Stadt Landshut

Foto: Josef Amann (Archiv)

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